GeoRhena


GeoRhena ist das Nachfolgeprojekt des Geografischen Informationssystems des Oberrheins („GISOR“). Es handelt sich um ein geografisches Instrument („Geo“), mit dem die Rheinebene („Rhena“) datenmäßig noch besser erfasst werden kann.
Für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz ist es wichtig, dass mit diesem System themenspezifische Daten über die Rheinebene, die diese drei Länder betreffen, zusammengestellt, gebündelt und harmonisiert werden können, wie beispielsweise zu Touristenströmen, zur demografischen Entwicklung, den Straßenverkehrsnetzen, den Eisenbahn-Verbindungen oder die Lage von Naturschutzgebieten etc.
Auf Basis dieser Informationen erstellt GeoRhena einerseits Karten im PDF-Format, andererseits wird künftig ein interaktives Geoportal verfügbar sein. Auf diese Weise werden die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen den drei Ländern, die den „Oberrhein“ bilden, sowie die Vielfalt der grenzüberschreitenden Region klar erkennbar.


Wozu dient GeoRhena?

GeoRhena dient der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das System ist für die Experten der „Oberrheinkonferenz“ (ORK) (www.conference-rhin-sup.org) sowie für alle in grenzüberschreitende Maßnahmen involvierten und interessierten Akteure konzipiert.


Worin besteht der Unterschied zwischen GISOR und GeoRhena?

Neuartig an GeoRhena, im Vergleich mit seinem Vorgänger „GISOR“, ist, dass es sich um ein optimierteres Kompetenzzentrum handelt, das heißt einer Einrichtung, die speziell für die problemlose Nutzbarkeit von Datensammlungen und die Erstellungen von Karten zuständig ist. Die Personalressourcen sind noch effizienter und transparenter organisiert. Aufgrund dieser Organisationsform wird hinsichtlich der bereitgestellten Dienstleistungen eine optimale Reaktionsgeschwindigkeit erreicht, es wird ein höheres Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit erzielt und der Austausch von Wissen gefördert. GeoRhena stützt sich dabei auf die trinationalen Experten aus der ORK und nutzt zudem zukünftig das innovative Instrument eines „Geoportals“.


Ein Geoportal?

Mit diesem Instrument, gemäß der INSPIRE-Richtlinie, kann jeder Nutzer auf die grenzüberschreitenden Geodaten viel einfacher und schneller zugreifen, interaktive oder PDF-Karten erstellen bzw. erstellen lassen, und dies nach den von ihm selbst ausgewählten Themen. Auf Basis der Geodaten und Karten von GeoRhena erhalten die Bewohner im Oberrhein über das grenzüberschreitende Gebiet wertvolle Informationen. Diese Daten und Karten tragen zur besseren Anerkennung des Oberrheins auf nationaler und europäischer Ebene bei. In diesem Zusammenhang wird GeoRhena im Zeitraum 2015-2018 von der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG V-Programms Oberrhein kofinanziert.


Noch mehr Kooperation ?

GeoRhena kooperiert zudem mit anderen vergleichbaren europäischen Projekten in Europa, wie etwa dem Geografischen Informationssystem „GIS-GR welches Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Belgien eingerichtet haben. Zurzeit tauschen sich GIS-GR und GeoRhena zum Beispiel über die Nutzungmöglichkeiten freier Geobasisdaten, wie „OpenStreetMap“ aus.


Warum sind die Arbeiten von GeoRhena für die breite Öffentlichkeit nützlich?

Mit Kartendarstellungen und Geodaten haben wir in unserem Alltag eigentlich immer zu tun. Es sind aber oftmals nationale Karten, die sich exakt an den Verlauf von Staatsgrenzen halten oder es sind generalisierte Karten im europäischen Maßstab. Das Oberrheingebiet ist jedoch ein Territorium mit vielseitigen grenzüberschreitenden Verflechtungen. Aus diesem Grunde entwickeln die Experten von GeoRhena grenzüberschreitende und zweisprachige Karten und Datenbanken, die nicht nur die Behörden und Institutionen, sondern auch jeder Interessierte in seinem beruflichen Zusammenhang oder zu persönlichen Zwecken einfach nutzen kann.

Und das Organigramm?

Organigramm